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600
km lagen vor uns Marietta
hiess unser Ziel......aber Mary war nicht gerade im Nachbardorf zuhause.
Nein. Um die Galgo Hündin ab zu holen, hiess es zuerst: Einmal Karlsruhe
und zurück. Aber
von vorne. Eine Platzvorkontrolle lag an, wir von Animalzzz kontrollieren
immer zuerst die Plätze bevor wir ein Tier ins neue Zuhause bringen. So
lernten wir Christine kennen – und auch ihre Leidenschaft gilt den
Tieren. Sie setzt sich schon seit Jahrzehnten für den Tierschutz ein,
unterschützt verschiedene Tierheime und nimmt immer wieder Tiere bei sich
auf die nicht mehr erwünscht sind. Auf diesem Weg möchten wir Dir, liebe
Christine, hier und jetzt ein RIESEN DANKESCHÖN aussprechen. Es
war natürlich keine Frage – Christine sollte ihre Marietta bekommen. Da
mein Sherpa und ich gerade Urlaub hatten, schlugen wir vor, Mary in
Karlsruhe abzuholen, da wir selber noch nie bei der Tiervermittlungsstelle
von Marion waren. Gesagt
getan und schon waren wir auf unserer Reise. Alles verlief wie am Schnürchen.
Nach 3 Stunden waren wir dort. Dann waren wir ganz aufgeregt, wie würde
sie reagieren, wie wäre es mit ihr im Auto. Zuerst aber wurden wir überrollt
von all den anderen Hunden, welche natürlich gekrault werden wollten. Die
Kleinen hatten alle Flausen im Kopf und fingen auch gleich an unsere
mitgebrachten Säcke in deren Bestandteile zu zerlegen oder sie einfach
als Spielzeug zu missbrauchen. Ach, am liebsten hätten wir sie gleich
alle mitgenommen. Immerhin haben auch schon sehr viele von ihnen bereits
eine Familie gefunden und warteten nur noch, bis sie von ihren neuen
Familien abgeholt werden. Mary
wurde uns gebracht, ganz langsam kam sie auf uns zugelaufen. Sie war sich
unserer nicht ganz sicher und sie wollte auch nicht mit uns ins Auto –
Heike nahm sie dann unter den Arm und trug sie für uns in den Subaru. Sie
legte sich gleich hin und machte keinen Wank mehr. Es war schon fast
unheimlich ruhig. Ich schaute immer wieder nach hinten ob alles so sei wie
es sein sollte.... Zwei
mal siegte dann die Übelkeit, aber wir waren darauf vorbereitet und
konnten auch immer gleich das kleine Missgeschickt wegwischen.... Eine
½ Stunde bevor wir bei Christine ankamen rief ich sie an um uns anzukünden.
Man konnte die Nervosität bereits in ihrer Stimme hören. Und dann war er
da: der grosse Moment! Ich glaube, der Moment war nur für uns so
bewegend, denn Mary war noch sichtlich übel und sie wollte fürs erste
nur Ruhe. Die
bekam sie dann auch. Wir verabschiedeten uns von den neuen Dosenöffnern
und kehrten auch zu unserer Rasselbande zu Hause zurück. Ein
paar Tage später nahm ich erneut Kontakt mit Christine auf.....welche mir
auch schon erste abenteuerliche Geschichten erzählen konnte. Der
Zaun, welchen sie aufgebaut hatten, war unumstritten hoch genug, doch -
wie sich später herausstellte - zuwenig in den Boden verankert – und so
ging Mary auf ihre erste Erkundungstour. Da die Bindung aber schon gross
genug war, gab es keine Probleme, sie wieder zu holen..... Man
stellte auch bald fest, dass es für die Kleine nichts schöneres gibt als
zu baden, welches sie dann immer und immer wieder in dem Bassin tat,
welches ihr ihrem Auslaufareal zur Verfügung steht. Wir
haben Marietta und ihre neuen Familienmitglieder (4 Jack Russel, 2 Pferde,
Hasen, Hühner, Enten, Schildkröten) einige Zeit später besucht. Doch
sie war nicht sehr erfreut uns zu sehen, da wir "die von der langen
Autofahrt" waren und sie befürchtete, dass wir sie wieder mitnehmen
würden. Somit blieb sie lieber auf Distanz. Das ist aber nicht weiter
schlimm, denn sie hat ihren Platz in der Welt gefunden und der ist bei
Ihrer Christine. Aus
einer ganz dünnen Galgo Hündin ist nach ein paar Monaten ein imposantes
Wesen geworden. Das Fell glänz mit der Sonne um die Wette, die Muskeln
bewegen sich bei jedem Schritt und die neu gewonnene Lebensfreude ist
enorm. Wir
freuen uns so für Euch und hoffen, dass wir noch mehr solche Fälle
begleiten dürfen. |