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Ein Be
Ein
Bericht von Monika Heissler – der glücklichsten Hundemama auf der Welt
!!!!!
Huttenheim
im Januar 2007
Hallo,
ich bin Lucy aus Athen. Da staunt Ihr, was?
Ja, ich habe mit meinen 5 Monaten schon eine ganze
Menge erlebt. Wie das in Griechenland war weiß ich nicht mehr ganz genau,
aber nicht so toll. Doch dann bin ich nach Deutschland gekommen,
eigentlich auch nicht, denn ich war ja in Frankreich bei Marion auf dem
Gnadenhof der Tierschutzorganisation Arche. War ganz toll. Aber dann, eine
ewig lange Autofahrt, alle ein bisschen aufgeregt, (andere Hunde waren
auch noch in Boxen im Auto, man konnte sich überhaupt nicht miteinander
unterhalten,) waren wir am Ziel. d. h. Marion hat vor einem Anwesen
gehalten und geklingelt. Eine Frau kam heraus und es war viel Freude
zwischen den Menschen. War schon komisch, was gab es denn da zu lachen?
Endlich wurde ich aus der Box in den kalten Schnee gesetzt und das auch
noch mit einer Leine – das war zu viel. Erst mal verrückt spielen, denn
man kann sich ja nicht alles gefallen lassen. Doch die neue Frau, heißt
Monika, hat mich einfach auf den Arm genommen und ins Haus getragen. Dort
haben die Menschen dann
unendlich viel geredet und geschrieben.
Monika hat mich immer wieder
hochgenommen und
gesagt, das wird schon. Ich hab
mich einfach angeschmust, so sind die anderen gegangen und ich durfte bei
Monika und Edwin bleiben. Edwin ist der Hausherr und redet nicht viel
drein was mich angeht. Aber sonst kann er schon ganz gewaltig schreien.
Das habe ich einfach ignoriert. Also allein mit den beiden war mir schon
mulmig zumute, denn man weiß ja nie was da alles passiert. Vor lauter Müdigkeit
und Erschöpfung bin ich dann auf Monikas Arm eingeschlafen
und sie hat sich mit mir auf die Couch gelegt und später alleine liegen
lassen. Aber sie war immer auf Sicht- und Hörkontakt mit mir. Nach einem
komischen Geräusch kam eine
fremde Person und man kann es nicht glauben, lief einfach an mir vorbei
ohne mich zu sehen. Monika und Edwin lachten und sagten: aber Timo, du
lebst gefährlich, gehst einfach an einem Tiger vorbei. Jetzt erst sah er
mich und war erfreut über meine Anwesenheit. Ich glaube der ist auch ganz
o. k, obwohl er immer lange fortgeht.
Na ja, Hauptsache ich darf bleiben.
Jetzt habe ich mich schon eingelebt, die Wohnung
erkundet und, ob ihr es glaubt oder nicht, auch im Bett geschlafen. Aber
da ist es mir meistens zu warm, so dass ich mich lieber davor lege.
Die restlichen Mitstreiter sind
soweit in Ordnung, besonders der Kater Charly. Eigentlich hatte ich ja
fast ein bisschen Angst vor ihm, da er größer ist als ich. Aber total
gutmütig, nur so spielen wie ich will er nicht. Muss man halt
akzeptieren. Jetzt lerne ich, dass eine Leine nichts Böses ist, was mir
aber nicht so richtig gefällt. Bin noch nicht dahinter gekommen, was das
für einen Zweck hat. Monika sagt, dass ich das lernen muss, damit wir
spazieren gehen können. Als ob ich nicht so laufen könnte. Aber sie lässt
nicht mit sich handeln wegen den Autos. Die anderen Hunde sind draußen im
Hof und noch nicht meine Freunde. Ich glaube, dass Nelly mich schneller
akzeptiert als Chila, da diese etwas eifersüchtig wirkt. Kann ich
verstehen. Mit dem Futter bin ich auch ganz zufrieden, obwohl ich etwas
Verdauungsprobleme habe, da ich alle Fressalien, besonders Joghurt,
versuchen muss und nicht gewöhnt bin. Das sind aber Nebensächlichkeiten.
Nach Möglichkeit mache ich Monika klar, wenn ich muss und das klappt
auch. Sogar nachts, bin ich nicht toll!!
Für heute reicht dies, also bis bald und viele Grüsse
von
der Neuen „Lucy“
bin ich nicht die Größte?
Fortsetzung
im April 2007
Guten Morgen Freunde,
ich glaube es wird Zeit wieder
etwas von mir hören zu lassen. Jetzt bin ich ganze zwei Monate hier und
muss sagen: es gefällt mir. Ich habe mir die Herrschaften erzogen und es
läuft. Doch nun zum Einzelnen und der Reihe nach. Da
wäre also Charly der Kater. Ein dufter Freund lässt prima mit sich
spielen und verträgt manchen Knuffer. Wenn ich es zu toll treibe zeigt er
mir auch mal die Krallen, aber nicht sonderlich schmerzhaft. Eben nur so,
dass ich weiß jetzt war es zu viel. Außerdem muss ich noch klarstellen,
dass ich natürlich größer bin als er. Ich habe mich in den ersten Tagen
etwas klein gemacht (wirkt
immer, da hat man mehr Mitleid auf seiner Seite) und Charly hat sich
aufgeblasen. Also
sind die Verhältnisse umgekehrt.
Ist ja klar.
Dann wäre da noch Nelly der altdeutsche,
langhaarige Schäferhund. Da muss ich zugeben, die ist der Boss. Lässt nicht mit sich
handeln, ist aber ausgesprochen gut zu mir. Nur muss ich halt anerkennen
dass sie das sagen hat. Macht aber nichts, denn da ist noch Chila, ein
grauer, kurzhaariger Schäferhund
und man kann sagen, das ist meine
Freundin. Mit der kann ich stundenlang toben und rennen, die versucht
immer mitzuhalten. Habe natürlich durch meine kleine Größe Vorteile und
die nutze ich schamlos aus. Wenn ich bemerke das ich nicht mehr schneller
bin als Chila, schwups munter eine Hecke, da kommt sie nicht hin. Und das
macht riesigen Spaß. Monika sagt dann immer wieder nur „Chila nicht so
grob, der Fratz ist noch klein“.
Wenn Monika dann Zeit hat spielen
wir Ball.
Das geht so: Mit einer Ballschleuder wirft Monika
einen Tennisball und Nelly springt hinterher. Natürlich Chila und ich
auch. Fast bin ich schneller als Nelly, doch das lass ich sie nicht
merken. Bin ja nicht dumm. Da wäre sie doch sauer und bestimmt nicht mehr
nett zu mir. Chila bekommt dann einen zweiten Ball, den sie nicht mehr her
gibt und wenn Nelly zurückkommt mit der Beute wirft Monika einen neuen
Ball. Deswegen lässt Nelly ihren vor Monikas Füße fallen und jagt dem
neuen hinterher. Ich natürlich auch. Doch dieses Spiel geht nur wenn es
nicht zu nass ist. Dann bei viel Regen ist das Gelände schlüpfrig und
Monika sagt die Rutschgefahr und damit die Verletzungsgefahr ist zu groß.
Also hoffen wir dass endlich der Regen wieder aufhört.
Natürlich wird auch bei schlechtem Wetter gespielt,
aber in der Wohnung und dafür ist meistens Edwin zuständig. Ich erzähle
euch das mal. Monika möchte eigentlich um sieben aufstehen. Also wecke
ich sie kurz vorher mit einem zärtlichen Kuss, ich schlafe ja vor ihrem
Bett und brauche nur auf die Hinterbeine zu stehen dafür. Wenn sie
absolut nicht aufwachen möchte kratze ich sie noch ganz zärtlich am Arm
und laufe Richtung Tür dann steht sie sofort auf und lässt mich raus.
Bis ich dann meinen Geländeerkundungsgang gemacht habe sind die beiden
angezogen und dann geht es los.
Beide müssen auf dem Bett sitzen und Edwin muss den
Tennisball durch das
Wohnzimmer in die Küche werfen (das ist ein durchgehender Gang) und es
zeigt sich dass die mit dem Werfen auch nicht so zielsicher sind. Ich jage
dem Ball hinterher, verrutsche dabei sämtliche Läufer und mit einem Satz
bin ich wieder auf dem Bett. Edwin kämpft dann mit mir um den Ball, da
lass ich ihn immer gewinnen und dann geht das ganze von vorne los. Wenn
Edwin keine Lust mehr hat muss halt Monika werfen bis ich vom vielen
springen und hoch hüpfen müde bin, dann wird gefrühstückt. Monika ist
ja sehr eisern, da gibt es ganz selten mal was, denn mein Frühstück
steht natürlich auch bereit. Edwin ist da weichherziger und kann meinem
treuen Dackelblick nicht widerstehen, Also bekomme ich von ihm Wurstbrot
mit ab und der Tag kann kommen.
Zwischendurch wird dann Strick ziehen gespielt damit
ich keine Langeweile habe und auf dumme Gedanken komme.
Bei Besuchern bin ich vorsichtig
weil ich manchmal mein Glück immer noch nicht glauben kann und befürchte
dass da jemand kommt der mich vielleicht entführen möchte. Also lieber
nicht mit Fremden an der Tür gut Freund sein. Monika sagt auch dass ihr
das lieber ist. Nur bei den Briefträgerinnen glaube ich nichts zu befürchten
zu haben, die sind alle ganz nett zu mir, besonders Sonja, also darf sie
mich streicheln. Dann kommt da noch manchmal Timo, der ist aber so groß
dass ich fast ein bisschen Angst habe. Aber meistens spielt er dann in der
Küche mit mir Strick ziehen. Ach dann hätte ich es fast vergessen. Da
kommt manchmal noch Chris mit Gysmo. Das ist auch so ein kleiner wie ich
nur langhaariger und weißbraun. (mit dem wurde ich n och nicht
fotografiert weil immer schon Nacht ist) Mit dem tobe ich dann auf der
Terrasse und im vorderen Hof rum
bis wir nicht mehr können. Manchmal macht da auch Charly mit. Das ist
immer schön. Da kämpfen wird dann zu dritt und Chris schimpft ab und zu
wenn Gysmo dreckig geworden ist.
Anja und Rosi, Monika Freundinnen, kommen so selten
dass ich nichts über sie zu schreien weiß. Jetzt fällt mir auch nichts
mehr ein und ich werde erst mal Schluss machen.
Also Freunde bis zum nächsten mal
Eure Lucy aus Griechenland
PS: eine Anmerkung muss ich noch machen. Die Schäferhunde
sind ja beide adlig und da muss ich euch noch unsere Namen aufschreiben:
Die wären:
Nelly vom blauen Opal, (die Langhaarige)
Chila
vom Osterburg Quell (die graue Kurzhaarige)
und ich bin
Prinzessin
Lucy aus den Straßen von
Athen.
Da staunt ihr -
was! auf
dem Tisch liegen ist natürlich verboten – aber wenn es niemand sieht
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